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Der Blower-Door-Test: So misst man die Luftdichtheit in Häusern und Wohnungen.

Was ist der Blower-Door-Test?

Mit dem Differenzdruck-Messverfahren (auch: Blower-Door-Test) wird die Luftdichtheit des gesamten Gebäudes gemessen. Das Verfahren dient dazu, Leckagen in der Gebäudehülle aufzuspüren. Erfahren Sie hier, warum ein Blower-Door-Test gemacht wird, welche Ergebnisse er liefert und wie das Verfahren funktioniert.

Warum wird der Blower-Door-Test gemacht?

Es ist sinnvoll, das Differenzdruck-Messverfahren an jedem Neubau und Umbau durchzuführen, um eventuell vorhandene Fehlstellen der Gebäudehülle zu lokalisieren und diese vor Bauabschluss zu korrigieren. Oftmals treten Leckagen nicht an Fenstern und Türen auf, sondern die Undichtigkeit entsteht bei den Übergängen von Fußboden zur Wand, Fensterbänken, Rohren, Steckdosen usw.. Nach Abschluss der Messungen und der eingehaltenen Luftwechselrate bekommt der Hausbesitzer ein Zertifikat über die Qualität der gemessenen Gebäudehülle.

Wann ist der Blower-Door-Test Pflicht?

Bei Gebäuden mit Lüftungsanlagen gehört die Blower-Door-Messung zum Standard, da nur mit Dichtheitsnachweis diese Technik im Energiebedarfsnachweis berücksichtigt werden darf. Für die staatlich geförderten Niedrigenergiehäuser und Passivhäuser ist der Nachweis Pflicht.

Das Ziel eines jeden Bauvorhabens sollte es sein, eine optimale Wohnbehaglichkeit zu erreichen und die dafür eingesetzte Energie zu minimieren. Dazu ist es notwendig, eine relativ luftdichte Außenhülle an jedem Gebäude zu schaffen. In der deutschen DIN 4108, Teil 7 etwa wird der "Einbau einer luftundurchlässigen Schicht über die gesamte Fläche" gefordert. Übrigens: Die Produkte von Gretsch-Unitas erfüllen alle diese Vorgaben – das schafft Sicherheit.

Welche Ergebnisse liefert der Blower-Door-Test?

Das Blower-Door-Verfahren bietet die Möglichkeit:

  • Leckagen und deren Intensität zu bestimmen
  • den Luftstrom (V50 in m3/h) durch die Summe aller Leckagen bei einem Prüfdruck von 50 Pa (quantitativ) zu ermitteln
  • daraus mit dem Raumvolumen die stündliche Luftwechselrate (V50/V Raum=n50) bei 50 Pa zu berechnen

Wie funktioniert der Blower-Door-Test?

Ein Ventilator wird mittels eines verstellbaren Metallrahmens, der von einer luftundurchlässigen Plane umgeben ist, in eine Tür- oder Fensteröffnung eingesetzt. Durch diesen wird Luft in das zu untersuchende Gebäude gedrückt und in einer zweiten Messung herausgesogen. Der Ventilator wird so eingestellt, dass zum Umgebungsdruck eine Druckdifferenz von 50 Pa entsteht. Die Druckdifferenzen sind an eine Windstärke 5 angelehnt.

Der Blower-Door-Test gliedert sich in drei Phasen:

  • Phase 1: In der ersten Phase wird ein konstanter Unterdruck von 50 Pa oder etwas höher erzeugt und aufrechterhalten. Während dieser Phase wird die Gebäudehülle nach Leckagen abgesucht, an denen Luft unerwünscht hereinströmt (bei der späteren Nutzung des Gebäudes sind die Leckagen Stellen, an denen Luft und damit Wärme entweicht). Somit ist eine gezielte Nachbesserung der Undichtigkeiten von Gebäuden möglich.
  • Phase 2: In der zweiten Phase wird ein Unterdruck aufgebaut, wobei man mit kleinen Drücken (10 bis 30 Pa) beginnt und schrittweise (z. B. in 5 bis 10 Pa-Schritten) bis auf den Enddruck (60 bis 100 Pa) erhöht. Bei jedem Schritt wird der jeweilige Luftvolumenstrom in Abhängigkeit von dem Gebäu-dedruck gemessen und protokolliert.
  • Phase 3: In der dritten Phase wird ein Überdruck erzeugt und die Messung wird analog zur Unterdruckmessung wiederholt.